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MEK-Ausflug zum MECS in Stuttgart am 19.1.2014

Die Anreise

Sonntagmorgen kurz nach neun Uhr im Karlsruher Hauptbahnhof: Neun Unentwegte, eine Frau und acht Männer, haben sich in aller Frühe aus den Betten fallen lassen, um sich zum 9-Uhr-19-Zug nach Stuttgart zu treffen. Pünktlich geht die Fahrt im Doppelstock-Wagen los, gezogen von einer ganz besonderen Lok, der 146 227 mit Werbung für das „Bahnprojekt Stuttgart-Ulm”.
Am Stuttgarter Hauptbahnhof zieht dann unser Grüppchen weiter zur S-Bahn, stets sicher und sichtbar geleitet von einer badischen Fahne. Nach kurzer Fahrt erreichen wir schließlich die S-Bahn-Station Universität, wo im unteren Zwischengeschoss der Modell-Eisenbahn-Club Stuttgart (MECS) sein Domizil hat.

Die Anlage

Die Anlage in Form einer großen 7 kann vom Publikum rund herum betrachtet werden. Dabei ist der überwiegende Teil auch innen für Wartungszwecke begehbar, jedoch durch abnehmbare Hintergrundkulissen abgetrennt.

Blick von oben auf den unteren Anlagenteil mit Hauptbahnhof (links) und Nebenbahnhof


Insgesamt gibt es vier Bahnhöfe, einen Hauptbahnhof, einen Trennungsbahnhof und zwei Nebenbahnhöfe, welche alle durch außen gelegene Stellpulte bedient werden. Bei hohem Publikumsaufkommen ist dies öfter mit größeren „Halsverrenkungen” bei den Stellwerkern verbunden. Auch eine Paradestrecke fehlt beim MECS nicht.

Die Paradestrecke


Das neue Anlagensegment hängt an der Wand und wartet darauf, nach dem letzten Publikumstag seinen Vorgänger zu ersetzen.

Bei unserem Besuch am 19.1.2014 zeigte sich der obere Anlagenteil mit dem Trennungsbahnhof Reutte zum letzten Mal in dieser Form. Die Technik, insbesondere die Weichen, ist doch etwas in die Jahre gekommen. Daher wird ein großes Anlagen-Teil komplett ersetzt. Das neue Segment hing schon an der Wand und wartet darauf, eingebaut zu werden.

Die Technik

Wir hatten das Glück, eine recht exklusive und intensive Einführung in die Technik der Anlage durch den Ersten Vorsitzenden des MECS zu erhalten. Er ist auch der Technikchef und ein sehr erfahrener Entwickler bei einem großen Autozulieferer. Die gesamte Elektronik ist in einem separaten Technikraum in mehreren raumhohen Gestellen voller Baugruppen aufgebaut und mit der Anlage durch mehrere Armdicke Kabelstränge verbunden. Alles ist selbst entwickelt und programmiert, entspricht jedoch vom Prinzip her dem Gahler und Ringstmeier-System.

In neueren Anlagenteilen werden Weichen und Signale teilweise schon mit digitaler Technik (DCC) gesteuert. Als Ersatz für defekte Antriebe werden Servo-Module eingebaut.
Am Schluss unserer Technik-Führung erhielten wir noch eine klare Empfehlung: „Für eine neu aufzubauende Modellbahnanlage gibt es heute nur einen sinnvollen Weg, den mit einer modernen DCC-Digital-Steuerung”.

Die Rückreise

Beeindruckt durch die mächtige raumfüllende Anlage machten wir uns auf den Rückweg. Ein Zwischenstopp auf dem und im Turm des Hauptbahnhofs gab uns zunächst einen grandiosen Überblick über das (noch) eindrucksvolle Gleisvorfeld. Anschließend zeigte uns dann die Ausstellung zu Stuttgart 21, wie hier künftig Stuttgarter Zugverkehr und Stadtlandschaft aussehen sollen. Dann kam kurz Unruhe auf: Unser Zug sollte ausfallen! Dies erwies sich glücklicher Weise als Fehlinformation und so startete unser von einer 425-Doppeltraktion geführter Zuglauf pünktlich in Stuttgart Hbf, um uns genauso pünktlich zurück ins Badische zu bringen.

(Text und Bilder: D. Meißner)



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